Die Bezeichnungen aus dem kontrollierten Anbau im Elsass

vignoble

Die „Böden der Grands Crus“

Die Bezeichnung „A.O.C. Grand Cru“ (Appellation d’Origine Contrôlée) besteht erst seit 1975. Dies geschah in zwei Etappen. 1983 bezeichnete eine erste Vorschrift fünf und zwanzig Böden als Erzeuger von „Grands Crus“ Weinen.
1992 wurde diese Liste mit weiteren fünf und zwanzig anderen Böden, und 2006 mit einem Letzteren, ergänzt. So können sich heute 51 Böden als „Appellation Grand Cru d’Alsace“ berufen. Davon hat unser Haus die Ehre, Ihnen drei „Grands Crus“ anbieten zu können. Diese Bezeichnung entspricht unseren Weinen mit mehreren Qualitätskriterien, einer ausdrucksvollen Kraft und einer besonderen Authentizität : strenge Abgrenzung der Böden, niedrigerer Ertrag (< 50 HL/HA), spezifische Regeln für den Weinbau, minimale natürliche Üppigkeit, Weinprobe zur Aufnahme…
Der Riesling, der Pinot Gris, der Gewürztraminer und der Muscat können allein auf diese Bezeichnung Anspruch erheben.

Die Weine aus der Spätlese und aus der Beerenernte

Beide Bezeichnungen bestehen seit März 1984, können jedoch nur 4 edlen Rebsorten entsprechen : dem Gewürztraminer, dem Pinot Gris, dem Riesling und dem Muscat.

Je nach dem Jahrgang lassen wir sich einen Schimmelpilz entwickeln : den Botrytis Cynerea, welcher unsere Rebsorte veredeln wird.
Ein majestätischer Mycelium verbreitet sich auf der Haut der Traube, durchlöchert die Hautschicht und ermöglicht die Verdunstung des Wassers. Die Beeren werden dann verbrennen, vertrocknen, ihre Säure verlieren und sich mit Zucker und sehr besonderen und komplexen Aromen von Aprikose und Zitrusfrucht, sanftem Gewürz mit breiten Tönen, Konfitüre- oder Honiggeschmack,  erreichen.

In der Spätlese befinden sich 230 bis 250 G. Zucker pro Liter.
In der Beerenernte ist der Zucker in Höhe von 270 bis 305 G. pro Liter.

Wir lesen am Stock nur die Beeren mit diesem edlen Schimmelpilz, was eine grosse Menge Arbeit, mit sehr geringem Ertrag, erfordert.
Deren Verkauf startet erst mindestens 18 Monaten nach der Weinlese.

Die alte Weinstöcke

Im Durchschnitt hat der Weinstock eine Lebensdauer von 40 bis 60 Jahren. Unter gewissen Bedingungen können Weinstöcke bis zu hundert Jahre erreichen.
Sie erzeugen dann Weine mit sehr verschiedener Qualität.
Ihre Wurzeln gelangen bis zum Muttergestein, um den mineralen Ausdruck des Bodens heraus zu gewinnen.
Sie ergeben den Weinen eine Reichhaltigkeit an Umfang und Komplexität.


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